Erfolgreichere Werbetexte dank Rechtschreibung und Grammatik

Eine Lupe vor einem Wörterbuch, in dem der Eintrag "Grammar" aufgeschlagen ist.

Warum ist es überhaupt wichtig, auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung zu achten? Und vor allem: Ist es die Mühe wert? Vielleicht haben Sie sich diese Fragen auch schon einmal gestellt, als Sie an Werbetexten für Ihr Online-Marketing oder andere Zwecke gefeilt haben.

Unseres Wissens gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Studien, in denen untersucht wird, ob und in welchem Maße Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung als Erfolgsfaktor bei geschäftlichen Texten und Texten mit werbendem Charakter gelten können. Aber stellen wir doch mal eigene Überlegungen an.

Gute Sprache navigiert uns durch das Werbe-Wirrwarr

Wahrscheinlich fragen Sie sich: „Warum sollte ich überhaupt auf Rechtschreibung und Grammatik achten? Hauptsache, man versteht meinen Text. Solange er keine sprachliche Vollkatastrophe ist, kommt es doch nicht auf Spitzfindigkeiten an.“

Unsere Antwort darauf lautet: ja und nein. Natürlich ist das Wichtigste an einem Werbetext, dass man ihn versteht. Dies sollte die sprachliche Gestaltung Ihres Textes in jedem Fall erreichen, darüber sind sich wohl alle einig.

Aber: Die potentiellen Kundinnen und Kunden müssen vorher erst einmal dazu gebracht werden, Ihren Text zu lesen, und zwar möglichst vollständig – seien es Ihre Newsletter, Marketing-E-Mails, Werbebroschüren oder Exposés. Bei der großen Zahl an Werbebotschaften, die uns täglich treffen, muss man gezwungenermaßen selektieren, um nicht darin zu ertrinken. Und welche Texte sortieren die Leserinnen und Leser dabei – zumeist natürlich unbewusst – wohl als Erstes aus? Richtig, unseriös wirkende Texte. Sie kennen das selbst:

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Wenn Sie eine solche unverständliche und nach Google Übersetzer schreiende Mail in Ihrem Postfach finden, löschen Sie sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Dies ist natürlich ein Extrembeispiel, aber es zeigt unseren menschlichen Filtermechanismus sehr gut.

Wenn Sie es als Verkäuferin oder Verkäufer besser machen möchten, springt Ihnen die Sprache bei: Eine korrekte sprachliche Gestaltung vermittelt Seriosität und macht Sie damit vertrauenswürdig. Denn ein sorgfältig überarbeiteter Text zeigt zum einen, dass der Verfasser oder die Verfasserin einen höheren zeitlichen Einsatz geleistet hat. Er vermittelt zum anderen aber auch einen gewissen Kenntnisstand und eine gewisse Qualität. Und Seriosität ist schließlich gerade im Online-Marketing, wo Sie Ihrer Kundschaft nicht persönlich gegenüberstehen, ein unbezahlbarer Wert.

Gute Sprache ist eine Hilfe für Ihre Kundschaft

Aber auch wenn ein Text grundsätzlich Seriosität vermittelt, ist dies noch kein Garant dafür, dass er auch wirklich gelesen wird. Für den nächsten Schritt ist die Rolle von richtiger Rechtschreibung und Grammatik vergleichbar mit der Rolle der grafischen Gestaltung: Ihr Inhalt und Ihr Angebot können noch so gut sein – wenn Sie es der potentiellen Kundschaft in Form einer reinen Bleiwüste anbieten, wird es nicht gelesen. Stattdessen muss die grafische Gestaltung dazu „einladen“, sich das Angebot genauer anzusehen. Sie muss einerseits Aufmerksamkeit erzeugen; andererseits darf sie sich auch nicht so sehr in den Vordergrund drängen, dass sie vom eigentlichen Inhalt ablenkt oder diesen schwer zugänglich macht.

Genauso verhält es sich mit der Sprache: Wenn Sie Ihren Kundinnen und Kunden beim Online-Marketing einen Text oder andere Inhalte vorsetzen, die man mehrmals lesen muss, durch die man sich regelrecht „durcharbeiten“ muss, werden auch interessierte Personen schnell aufgeben. Wenn die sprachliche Gestaltung die Lesenden dagegen einlädt und sie bei ihrem Lesevorgang unterstützt, haben Sie alles richtig gemacht.

Warum ist das so? Und wie genau kann nun eine gute sprachliche Gestaltung Ihr Marketing erfolgreicher machen?

Ein kleiner Ausflug in die Sprachwissenschaft

Machen wir uns doch einige Gedanken darüber, was Sprache überhaupt ist. Hierbei geht es vor allem um die Grundideen.

Zunächst muss man sich darüber im Klaren sein, dass Sprache eine Art Einigung, ein Konsens ist. Dies gilt sowohl für die gesprochene als auch die geschriebene Sprache. Wenn Sie von einem „Schmetterling“ sprechen, weiß in der Regel jeder, was gemeint ist. Natürlich gibt es auch Wörter mit mehreren Bedeutungen, z. B. „Birne“: Es kann die Frucht, der Kopf oder auch das Leuchtmittel meinen. Dennoch ist auch bei solchen Wörtern die Auswahl dessen, was damit gemeint sein kann, vergleichsweise begrenzt.

Natürlich handelt es sich bei gesprochener Sprache in den meisten Fällen nicht um einen aktiv getroffenen Konsens. In der Regel haben weder Sie noch Ihre Vorfahren ausgehandelt, was mit einzelnen Wörtern gemeint ist. Aber dieser Konsens hat sich in einem gewissen verselbstständigten Prozess über Jahre und Jahrhunderte herausgebildet. Dieser Prozess ist auch sicher noch nicht abgeschlossen. In 300 Jahren wird man vielleicht nachschlagen müssen, was die Menschen „damals“, Anfang des 21. Jahrhunderts, mit „Schmetterling“ oder „Birne“ gemeint haben.

Machen Sie Sprache zu einer Ihrer Verbündeten

Dieser „sprachliche Konsens“ ist also selbstständig entstanden. Es liegt in den meisten Fällen auch keine logische Begründung hinter der Entwicklung eines einzelnen Wortes, sondern Wörter bzw. ihre Laute entwickeln sich meistens willkürlich. Genauso gut hätte sich zum Beispiel das Wort „Ruga“ statt „Birne“ entwickeln können, um die gelbgrüne Frucht zu bezeichnen. In der Sprachwissenschaft nennt man diese Eigenschaft der Sprache Arbitrarität: Es besteht in der Regel kein Zusammenhang zwischen dem Wort bzw. Laut „Birne“ und der Frucht, die durch das Wort bezeichnet wird.

In diesem Punkt verhält es sich bei den Regeln der geschriebenen Sprache ein wenig anders – und genau das ist interessant für den Erfolg Ihrer Texte: Während sich gesprochene Sprache freier und schneller entwickelt, ist die geschriebene Sprache heutzutage weitestgehend normiert und ändert sich daher nicht so schnell. Hinter diesen Normierungen und Regeln stehen außerdem häufig (natürlich nicht immer) gewisse Überlegungen. Wussten Sie zum Beispiel, dass das Wort „Waage“ erst seit 1927 mit doppeltem A geschrieben wird? Und dass diese Art der Schreibung per Erlass eingeführt wurde, um es von dem Wort „Wagen“ zu unterscheiden? Genauso dienen Regeln zur Zeichensetzung meist dazu, Sätze und Texte logisch zu gliedern und sie damit übersichtlicher und leichter verständlich zu machen.

Wenn Sie in Ihren Werbetexten die gängigen Regeln der Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung beachten, werden Sie Ihren Interessentinnen und Interessenten also definitiv dabei helfen, Ihr Anliegen zu verstehen.

Tipps für Ihren unternehmerischen Erfolg

Fassen wir noch einmal zusammen: Eine gute sprachliche Gestaltung von Texten ist auch im geschäftlichen Bereich notwendig, denn sie

    • bringt Ihre Interessent·innen überhaupt erst zum Lesen,
    • erleichtert das Verständnis und
    • vermittelt Seriosität.

Wo finden Sie nun konkrete Unterstützung, um dies auch umzusetzen? Eine gute erste Hilfe bietet das Online-Angebot des Duden-Verlags. Dort finden Sie ein Online-Wörterbuch und eine Online-Textprüfung. Vorschläge von solchen Programmen sollte man natürlich nicht uneingeschränkt übernehmen – mehr dazu erfahren Sie in unserem nächsten Blogbeitrag.

Eine ganz individuelle Beratung zu Ihren Texten erhalten Sie bei uns. Wir überarbeiten Ihre Texte genau in dem Maße, in dem Sie es wünschen, und im Hinblick auf die Dinge, die Ihnen wichtig sind. Dabei bieten wir nicht nur eine reine Textkorrektur in den Bereichen Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, sondern beraten Sie nach Wunsch auch darüber, wie Ihre Texte verständlicher werden und einfach „besser ankommen“. Erfahren Sie hier mehr über unsere Leistungen oder fordern Sie direkt kostenlos Ihr persönliches Angebot an!

Beitragsbild von von PDPics auf Pixabay.